Projekt „Kirche bei den Kaisergärten – Angebote zur Heimatfindung“

 

ABSCHLUSSBERICHT APRIL 2014

Hinter uns liegen zwei ereignisreiche Jahre. Unsere Gemeinde ist gewachsen, nicht nur an Gemeindegliedern – seit Anfang 2012 um ca. 500 „Schäfchen“- sondern auch an Ideen und Erfahrungen, wie man fern stehenden oder neu zugezogenen Gemeindegliedern Türen öffnen und Möglichkeiten geben kann, einen Zugang zu unserer Gemeinde zu finden.

Eine Menge Ideen wurden gesponnen und diskutiert; vieles nahm Gestalt an und wurde begeistert angenommen, manches war weniger erfolgreich. Doch zunächst sind da die vielen Gruppen und Kreise, die es dank etlicher engagierter Gemeindeglieder teilweise schon viele Jahre gibt und die immer wieder auch für Außenstehende einladend sind. In regelmäßigen Abständen wird im „Georgsboten“, unserem Gemeindebrief, von diesen Gruppen berichtet; und da dieser seit Dezember 2012 kostenlos und flächendeckend an alle Gemeindeglieder von ehrenamtlichen Mitarbeitern verteilt wird, ist es auch Fernstehenden oder neu Zugezogenen möglich, ein sie ansprechendes Türchen zu unserer Gemeinde zu finden.

Wie mir berichtet wurde, sind es in letzter Zeit vor allem die Angebote für junge Eltern mit Kindern, die nach außen sehr einladend sind, besonders der Treff der „Drachenkinder“ für junge Mütter mit Babys und Kleinkindern. Nicht nur Gemeinde- oder Kirchenvertraute finden den Weg hier hin. Ebenso sind ein großer Anziehungspunkt der seit 2012 halbjährlich stattfindende Kindersachenflohmarkt und die traditionellen Basteltage unserer Gemeinde im Pfarrhaus, die mittlerweile zu einem Anziehungspunkt im ganzen Stadtviertel geworden sind.

Plakat für den Kindersachenflohmarkt am 5. April 2014
Plakat für den Kindersachenflohmarkt am 5. April 2014
Kindersachenflohmarkt am 5. April 2014
Kindersachenflohmarkt am 5. April 2014
Basteltag am 29.März 2014
Basteltag am 29.März 2014
Seniorennachmittag
Seniorennachmittag

Auch die musikalischen Gruppen, die in meiner direkten Verantwortung liegen, schlagen eine Brücke über die Gemeindegrenzen hinweg und sind offen für alle Interessierte. In allen Gruppen gibt es seit 2012 viele neue Sänger oder Instrumentalisten, die zwar Gemeindeglieder sind, aber bisher wenig oder keinen Zugang zu unserer Gemeinde hatten oder aus anderen katholischen oder evangelischen Gemeinden kommen.

Ebenso sind die Angebote für Senioren mit dem zweimal wöchentlichen Seniorentanz und dem Seniorentreff ein wichtiger Bestandteil unseres Gemeindelebens und ein Türöffner für Gemeindeferne.

Einige angedachte Projekte, wie z.B. die Sonderausgaben des Georgsboten oder der Babysitterpool, haben sich dann doch als nicht realisierbar erwiesen, da sie entweder finanziell oder auch personell zu viel Aufwand erfordert hätten. Es gibt zwar eine Menge an Gemeindegliedern, die sich engagieren, aber deren Zahl und Zeit ist auch begrenzt.

Ein wirkliches Highlight war jedoch das Stadtteilfest vor unserer Kirche, welches aufgrund der großen positiven Resonanz sowohl in unserer Gemeinde als auch im gesamten Stadtgebiet in diesem Jahr eine Neuauflage erfahren wird und wenn möglich auch jährlich weitergeführt werden soll. Hier gelang es unserem Vorbereitungsteam gemeinsam mit unserer evangelischen Nachbargemeinde auch verschiedene Vereine und die Caritas mit ins Boot zu holen, die sich mit Ständen präsentieren können. Damit gelingt unserer Gemeinde ein wirklicher Brückenschlag ins öffentliche Leben unseres Stadtteils, wodurch die allgemeine Wahrnehmung der Kirche und des Pfarrhauses gestärkt wird. Weitere Veranstaltungen in dieser Richtung waren schon der „Tag der offenen Tür“ unseres Pfarrhauses am 13. Mai 2012 und die Teilnahme unserer Kirche an der „Nacht der offenen Kirchen“ am 30. Juni 2012.

Wie in den vergangenen Berichten schon erwähnt, soll es auch einen Schaukasten unserer Gemeinde gemeinsam mit der evangelischen Versöhnungsgemeinde im Bereich des Neubaugebietes „Siebengrün“ geben. Verzögerungen im Baugeschehen haben dieses Projekt immer wieder hinausgeschoben. Doch mit der Baugenehmigung für den neuen Caritas-Kindergarten, der gegenüber unserer Kirche entsteht, ergeben sich wieder ganz neue Möglichkeiten für eine solche Präsentation. Schon aufgrund der räumlichen Nähe zu unserer Kirche wird es auf jeden Fall eine enge Zusammenarbeit mit unserer Gemeinde geben.

Im Herbst letzten Jahres hat unser Bischof Dr. Heiner Koch ein Umdenken in unserem Bistum angestoßen und die Gemeinden und kirchlichen Institutionen ermutigt, über ihre regionalen Verantwortlichkeiten hinaus zu blicken. Sie sollen viel stärker als bisher die Zusammenarbeit mit anderen katholischen Einrichtungen einer Region zu suchen, um sich auf diese Weise besser nach außen öffnen zu können. Im Hinblick darauf ist die Arbeit des Projektes „Kirche bei den Kaisergärten“ in den letzten beiden Jahren eine gute Vorbereitung und ein Wegweiser für die Aufgaben der Kirche in der Zukunft.